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Unsere Aktivitäten 2015

Alle drei Monate Spuren hinterlassen

... hat das Kinder- und Jugendparlament in seiner Heimatstadt. Im März beräumten die Jungs und Mädels den Hain vom Müll, im Juni erstrahlte der Spielplatz auf dem „Platz der Freiheit" im neuem Glanze, im September wurde der/die Nachwuchsbäcker/in 2015 gekürt und nun, zum Jahresausklang, nahmen Paul, Nico, Johann und Ella (v.l.n.r) am 12. Dezember beachtliche 223,01 € in der KJP-Bäckerei zum Weihnachtsbasteln des Arbeitskreises ein.

Damit steigt der selbstgesammelte Spendenkonto-Stand für das nächste Projekt, einen „begehbaren Bilderrahmen" in der Altstadt mit der Osterburg als Hintergrund (Wer hat das schon?) auf mittlerweile 1.048,84 Euro. Klasse.

Und wenn‘s so weiter laufen sollte, wird auch im nächsten Jahr, also nach der Wahl im März und der Realisierung des v.g. Projektes im Juni, des Kinder- und Jugendparlament aller drei Monate Spuren in seiner Heimatstadt hinterlassen. Schöne Weihnachten.

Euer KJP

 

Clubversammlung am 17.03.2015 im Jugendclub

Richtig viel los war am Dienstag im Weidaer Jugendclub, als zahlreiche Kinder und Jugendlichen sich zur ersten großen Clubversammlung trafen. Neben der Geschäftsführerin der Kindervereinigung Frau Schramm, Manu, Stev und Verena vom Kompetenzteam-Nord sowie Sven Müller waren auch das Kinder- und Jugendparlament und Vertreter des Stadtrates (so bspw. der stellv. Bürgermeister) anwesend. So eine große Resonanz hatten wir nicht erwartet, umso erfreulicher für die nachfolgende Diskussion.


Und es gab durchaus viel zu besprechen: Neben den anstehenden Umbauten zur räumlichen Neugestaltung bzw. den Sanierungsarbeiten am Dach, waren auch eine vielfältigere Nutzung und direkte Einbeziehung des Kompetenzteams sowie des Migrations-Vereins (MIG) mit inne liegenden Büros ein Thema. Insbesondere zum Raumkonzept kamen interessante Impulse seitens der Jugend, von Ablehnung keine Spur. Vor allem der Wunsch etwas mehr „Licht ins Dunkel" des Jugendclub-Inneren zu bringen und Wände mit Durchbrüchen zu versehen, traf auf offene Ohren. Gemeinsames Ziel ist es, einen insgesamt hellen und offenen Jugendclub zu gestalten - gern auch mit „knalligen" Farb-Akzenten, wie von einer Jüngeren in der Runde vorgetragen wurde. Dabei wurde über eigene Graffitis an den Wänden gesprochen und vor allem heiß über die technische Ausstattung (der Spende von AMK sei Dank) im Club diskutiert. Für neue Ideen wird eigens eine Art „Black Box" im Jugendclub installiert, in die noch nicht ausgesprochene Wünsche bis nach den Osterferien gesteckt werden können. Zunächst aber soll ein Fördermittelantrag beim Kinderhilfswerk eingereicht werden, denn es ist wie immer, vieles steht und fällt mit der Finanzierung ... nichts desto trotz ... Ideen müssen erst mal ran!


Ein wichtiger Punkt war auch die Wahl eines eigenen „Clubaktivs". Gesagt getan: Nach kurzer Diskussion gingen hier und da Arme hoch. Schnell hatten wir ein buntes Team von 8 Personen zusammen, quer durch den Altersbereich von 8-18 Jahren. Der erste Termin für eine Clubaktiv-Sitzung ist mit dem 20.04. auch schon gefunden. Thema werden u.a. die Überarbeitung der Clubordnung und der Preisliste sowie die Detaildiskussion des neuen Raumkonzeptes sein. Auch über die Ausgestaltung unserer neuen Website www.jugendclub-weida.de wird zu reden sein.


Warum das alles? Ganz einfach: Mit dem Trägerwechsel zur Kindervereinigung e.V. Gera hat nicht nur einfach der Name gewechselt, sondern es ist auch ein frischer Wind eingezogen. Das beginnt bereits bei der konzeptionellen Ausrichtung und dem grundlegenden Verständnis von Kinder- und Jugendarbeit. Unser Ansatz ist: eine Arbeit „mit" den Kinder und Jugendlichen und nicht über sie. Das ist bestimmt nicht immer einfach und bietet die ein oder andere Herausforderung - aber genau darum geht es in der Kinder- und Jugendarbeit.


Ein weiterer Grundgedanke den wir verfolgen ist, die perspektivisch breitere Aufstellung unserer Jugendeinrichtungen. Immer öfter - auch im Rückblick auf die Schließungen von Jugendeinrichtungen in den letzten Jahre - wird die Frage diskutiert, wie zeitgemäß Jugendclubs eigentlich noch sind. Wir sind der Auffassung, sie sind es durchaus, allerdings: sie können, sollten und dürfen auch gern mehr sein und über ihre reine Clubfunktion hinausgehen. Ob zahlreiche Schulprojekte, außerschulische Veranstaltungen oder Fortbildungen wie auch Tagungen von Arbeitsgruppen und Ausschüssen der Jugendarbeit bis hin zur Einbeziehung vielfältiger Ansprechpartner wie Kompetenzteam, KJP, MIG, Jugendamt etc. - vieles ist möglich und zum Teil schon Realität. Eben ein multifunktionales Haus mit vielfältigen Möglichkeiten und Chancen!


Stev Brauner vom Kompetenzteam Jugendarbeit „Sozialraum Nord" in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendparlament, der Kindervereinigung Gera und der Stadt Weida.

 

Die Sonne war am 20. März 2015 fast verschwunden und die Osterburg dazu

... doch siehe da ... Dank des gemeinsamen Frühjahrsputzes auf dem Weidaer Hain von

  • Schülern der Regelschule „Max Greil" und des Gymnasiums

  • Freier Wählergemeinschaft und Pension zum Aumatal

  • Forstamt und Bauhof

  • Rennsteigverein und

  • Kinder- und Jugendparlament
     

tauchte nach Freischneiden der Paulinenhöhe das Wahrzeichen der Stadt wieder auf und mit ihr nach 2stündigem Arbeitseinsatz Müll „ohne Ende". Unrat, den verantwortungslose Mitbürger einfach in den Wald schmeißen. Eine traurige und zugleich tolle Aktion. Traurig, weil unnötig und toll, weil alle Beteiligten nicht einfach wegschauten. Ungeachtet der Zuständigkeit sammelten diese nämlich den Müll ein und werden in Zukunft ganz bestimmt den ein- oder anderen Schmutzfink davon abhalten, Unrat einfach fallen zu lassen.

 

Wir sagen Dank und wollen am Ende nicht unerwähnt lassen: „Selbst die Sonne ließ sich nach der prima Aktion wieder sehen."

 

Es gibt in Weida viel zu tun

... also packen wir es einfach an. So oder ähnlich kann man die erste Sitzung des Kinder- und Jugendparlamentes der Stadt Weida in diesem Jahr auf den Punkt bringen. Denn unheimlich viele Pläne wurden gemeinsam, erstmals und erfreulicher Weise im Beisein verschiedener Stadtratsfraktionen, am 17.02.2015 im Jugendclub „Hakuna Matata" geschmiedet. Die gilt es nun schrittweise Umzusetzen. Aber der Reihe nach:

 

1. Projekt Stolpersteine

  • Erinnerung an Verfolgte des Nazi-Regimes,

  • vorgestellt von Herrn Wolger - unheimlich interessant, weil über Zeitzeugen aus Weida,

  • Projektarbeiten vom Schülern des Gymnasiums und der Regelschule „Max Greil",

  • Unterstützung des KJP evtl. durch Ausstellung,

  • Zeitschiene: 2015/16.

 

 

2. Spielplatz „Platz der Freiheit"

  • geplant seit 2011 lt. Flächennutzungsplan der Osterburgstadt,

  • Budget ca. 15.000 Euro aus Mitteln der Infrastrukturpauschale 2012-15 und von Spendenaktionen des KJP,

  • Spielplatzgestaltung durch Jugendparlament in Zusammenarbeit mit Bauhof,

  • Zielstellung: 06/2015 oder auch eher, denn die Spielplatz - Zeit ist nicht mehr weit.

 

 

3. Jugendclub „Hakuna Matata"

  • neuer Träger (Kindervereinigung Gera) - neue Pläne,

  • viele Nutzer, die Kinder und Jugendlichen - viele verschiedene Meinungen,

  • deshalb bringen wir alle, den Betreiber, den Eigentümer und die Nutzer an einen Tisch und schmieden Pläne und überlegen gemeinsam, wie wir die Ideen und Wünsche umsetzen können - am 17.03.2015 um 17 Uhr im Jugendclub.

 

 

4. Öffentlichkeitsarbeit Kinder- und Jugendparlament

  • mit Facebook und Schulpräsentationen KJP bei Jugendlichen noch bekannter machen,

  • 20 Jahre KJP am 11.09.2015 im Rahmen „Weida rockt" in der Osterburg.

 

 

Natürlich wird zum 22. Weidschen Kuchenmarkt wieder der/die Nachwuchsbäcker/in gesucht, aber wie schon gesagt, immer der Reihe nach. Zunächst stehen andere Projekte im Fokus, denn mit dem Spielplatz und dem Jugendclub haben die Jungs und Mädels erst mal genug zu tun. Das tolle und vor allem nicht alltäglich daran ist ... in Weida können die jungen Leute unter fachmännischer Betreuung ihre Stadt selbst mit gestalten ... im Kinder- und Jugendparlament.

 

Gesagt, geplant, gebaut

... wurde ein neuer Spielplatz auf dem „Platz der Freiheit" in Weida und am 25.06.2015 vom Kinder- und Jugendparlament seiner Bestimmung übergeben. Knapp 15.000 Euro hat das „gute Stück" in der Altstadt gekostet, welches überwiegend aus in den letzten drei Jahren angesparten Mitteln der Infrastrukturpauschale finanziert wurde.

Überwiegend deshalb, weil:

 

  • das Projekt viele, viel teurer gewesen wäre, wenn nicht der Bauhof, der Firma BTL aus Weida, Westfalia Spielgeräte und das Jugendparlament „an einem Strang" gezogen hätten

 

und überwiegend deshalb, weil:

 

  • immerhin fast 800 Euro aus Spendengeldern u.a. von Frau Mattisseck und der M&K Physiotherapie stammen und auch der Erlös vom Kuchenmarktstand des KJP´s in die „Spielplatz-Kasse" wanderte.

 

Selbst die 200 Euro der FWG werden eine gute Verwendung finden. Die nämlich sollen zur Umsetzung des aus Platzgründen weichenden Spielgerätes nach Schüptitz verwendet werden.

Wir sagen im Namen der Kinder: DANKE. Das eigentlich Besondere aber ist, dass die Kinder und Jugendlichen vom „Parlament der Weidaer Kids" den Spielplatz von der Idee über die Finanzierung bis hin zur Realisierung weitestgehend selbst gestaltet haben. Sie sind ja auch die Profis, weil auch Nutzer und wenn man was verspricht, dann muss man es auch halten ... „gesagt, geplant, gebaut" ... eben.

Euer KJP

 

Kinder- und Jugendparlament Weid wird 20 Jahre alt

  • schmieden die 12 bis 18 Jährigen, kein bisschen amtsmüde, schon wieder Pläne für die Zukunft, u.a. einen „begehbaren Bilderrahmen" mit Osterburghintergrund für besondere Anlässe, wie Hochzeiten, Jugendweihe, Konfirmation, und Touristen.

 

Das ist aller Ehren wert. Die Stadt Weida ist stolz auf seine Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche, wünscht der neuen Besatzung (denn da wird turnusmäßig wieder gewählt) in den nächsten Jahren viel Glück und Schaffenskraft und sichert weiterhin seine Unterstützung zu.

Mehr Impressionen zu o.g. Aktionen auf der Facebook-Seite des KJP ... natürlich und das versteht sich fast schon selbst ... in eigener Regie der Jugendlichen ins Netz gestellt.

... und ist kein bisschen müde ... ganz im Gegenteil ... die jungen Leute sind agiler denn je. Klar haben die gut und gerne 100 Jungs und Mädels, denn so viele waren summa summarum in den letzen zwei Jahrzehnten, nicht die Weltpolitik verändert aber im beschaulichen Weida haben Sie schon eine Menge erreicht. Das Erreichte aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, für einen Blick in die Vergangenheit reicht ein Mouse-Klick auf der KJP-Homepage. Allein ein Rückblick auf die letzten 14 Tage reicht, um das jährliche Ehrenamt von so manchen Erwachsenen um Längen zu übertreffen. So:

  • wählten die Jugendlichen zum Kuchenmarkt ihren eigenen Nachwuchskuchenbäcker, die 10jährige Natalie Höpfner aus Hohenölsen,

  • erwirtschafteten die Kinder mit freundlicher Unterstützung der Familie Hemmann und der Firma M & K Physio aus Weida am gleichen Wochenende beim Detscher-Verkauf 513,90 Euro,

  • sicherten die „Politiker von Morgen" eine Woche später den Kassendienst bei „Weida rockt" an alter Wirkungsstätte, in der Osterburg, ab und

 

Graffiti-Tunnel hinterm Friedhof

Und täglich grüßt das Murmeltier ... oder ... Wie gewonnen, so zerronnen ... könnten die Überschriften lauten, wenn man über das Tunnelprojekt hinterm Friedhof in Weida berichtet. Denn kaum erstrahlt das tolle Graffiti der Jugendlichen wieder in alter Schönheit, ist es ein paar Wochen später auch schon wieder zerstört.

Die Idioten sterben halt nicht aus. Gott sei Dank gibt es aber auch ein paar Enthusiasten wie die FolienFabrik aus Gera, die nun schon zum wiederholtem Male auf Eigeninitiative den entstandenen Schaden für "Lau" beseitigt.

Dafür sagen wir recht, recht vielen Dank.

Kinder- und Jugendparlament
der Stadt Weida