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Unsere Aktivitäten 2014

Viele Köche verderben den Brei - aber nicht beim KJP

... ganz im Gegenteil ... denn nur gemeinsam bekommen wir unser ehrgeiziges Projekt „Graffiti-Wettbewerb" - Tunnel hinterm Friedhof in Weida auch hin. Deshalb traf man sich in großer Runde am 20.05.2014 im Bürgerhaus.

 

 

  • Die Stadt Weida, das Bauministerium, die Freie Wählergemeinschaft, das Straßenbauamt, die Deutsche Bahn und das Kultusministerium mit Unterstützung des Landratsamtes Greiz beteiligen sich an der Finanzierung

und

  • das Kinder- und Jugendparlament, das Gymnasium, die Regelschule, die Comeniusschule, das Kompetenzteam vom Sozialraum „Nord", diverse Firmen und nicht zuletzt die Folienfabrik aus Gera kümmern sich um die Realisierung.

Und die Umsetzung wird „nicht ganz ohne". Schließlich sollen nicht nur die Idee zur Tunnelsanierung von den Kindern sondern auch die Entwürfe kommen. Und schließlich sollen diese ihre Kunstwerke unter fachmännischer Anleitung am Ende sogar selbst an die Wand bringen. Toll, oder?


Aber bis dahin vergehen noch ein paar Tage, jetzt, genauer gesagt am 26.05.2014, startet zunächst erst einmal der Wettbewerb an den Schulen ... und da sind tolle Entwürfe gefragt!

 
 

In Weida "Freiluftgalerie" eröffnet

Zwei Jahre sind seit der ersten Idee in etwa vergangen, den Tunnel nahe des Weidaer Friedhofes mit Graffiti zu verschönern.

Weida. Man könnte es als neue Weidaer Dauerausstellung bezeichnen, als rund um die Uhr kostenlos begehbare Freiluftgalerie, mit vielen Einzelarbeiten, die zu einem Gesamtkunstwerk verschmolzen wurden. Gestern wurde die neu gestaltete Fußgängerunterführung in unmittelbarer Nähe des Weidaer Friedhofes offiziell freigegeben.


Der Tunnel unter den Bahnschienen und der Bundesstraße 92 erstrahlt in satt farbigem Comic-Look. Die einzelnen Motive entstammen den Köpfen von Weidaer Schülern, die sich am Graffiti-Wettbewerb des Kinder- und Jugendparlaments (KJP) der Osterburgstadt beteiligt hatten. Die Siegerentwürfe wurden von den erfahrenen Sprayern der Werbeagentur "Folien-Fabrik" aus Gera zu einem Gesamtkonzept für die Tunnelwände zusammengefügt und vorgezeichnet, ehe sie von ihren jungen Schöpfern selbst, unter Anleitung der Profis, mit der Dose an die Wand gebracht wurden.


"Es hat zwei Jahre gedauert, um es zu realisieren", sagt Bianca Grimm vom KJP , die gemeinsam mit Anna Hemmann zur Freigabe spontan die Rede hielt. Vor allem die verschiedenen Zuständigkeiten und die Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten ließ einige Zeit von der ersten Idee bis zur endgültigen Fertigstellung verstreichen. "Alles wird gut", sagt Sven Müller von der Stadtverwaltung Weida, der das Kinder- und Jugendparlament betreut. Und so konnte das rund 10 000 Euro teure Projekt mit Unterstützung der Deutschen Bahn, des Straßenbauamtes , der Stadt, des Kultus- und des Baumministeriums sowie privater Spender und dem Budget des KJP verwirklicht werden.


"Wir sind stolz, dass wir uns hier verewigen durften", sagte Bianca Grimm: "Und ich denke, die Stadt ist stolz, dass ihre Jugend so etwas fertigbringt." Sven" Müller freute sich, dass die Schüler an der Idee dran geblieben sind und sich nicht haben von Rückschlägen entmutigen lassen. Als nächste Aktionen des KJP kündigte er an, sich im Herbst mit den jungen Weidaern um den Spielplatz am "Platz der Freiheit" kümmern zu wollen. Außerdem soll im Herbst auch die nächste Auflage des Konzertes "Weida rockt" steigen. Die ersten 100 Euro für die Umsetzung der Ideen bekamen die KJP-Mitglieder gestern von Margot Mattisseck privat zugesteckt, die Bürgermeister Werner Beyer (parteilos) vertrat.

 

Konstituierung des 11. KJP

Seit 1995 gibt es in Weida ein Kinder- und Jugendparlament. Damit haben wir bestimmt eines der ältesten Interessenvertretungen dieser Art in Thüringen, wenn nicht sogar in ganz Deutschland. Alle zwei Jahre wird eine neue Mannschaft gewählt. Die Namen der sechzehn neuen Jungparlamentarier wurden schon am 29. März im Amtsblatt veröffentlicht.


Nun trafen sich zwölf von ihnen - die Anderen waren zur Klassenfahrt - am vergangenen Mittwoch das erste Mal zu einer Zusammenkunft, bei der der „Staffelstab" nach zwei Jahren Amtszeit vom 10. ans 11. KJP weiter gegeben wurde. 
Bürgermeister Werner Beyer hatte zur konstituierenden Sitzung in den historischen Ratssaal geladen. Nach der Begrüßung und den einführenden Worten des Versammlungsleiters Sven Müller wählten die Kinder und Jugendlichen den Vorsitzenden und seine zwei Stellvertreter aus ihrer Mitte. In den nächsten zwei Jahren wird also der 16-jährige Nico Walther, Schüler an der Regelschule „Max Greil", das KJP führen. Erste Stellvertreterin ist die Gymnasiastin Bianca Grimm (15) und der 13-jährige Jannes Gabel, Schüler am G.-S.-Dörffel-Gymnasium, wurde zum zweiten Stellvertreter gewählt.


Die Vorsitzende des Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses im Weidaer Stadtrat, Frau Kerstin Raths gab den Jungparlamentariern ihre guten Wünsche mit auf den Weg und betonte, wie viel Freude ihr die Begleitung des KJP in den vergangenen zwei Jahren gemacht hat.
Danach übergab der Bürgermeister jedem KJP-Mitglied seine Ernennungsurkunde. Erst nach den Osterferien wollen die neuen Parlamentarier mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Sven Müller gab jedoch schon etwas Bedeutendes bekannt, was bis zu den Sommerferien realisiert werden soll: ein Graffiti-Wettbewerb in den Schulen. Der Siegerentwurf soll dann umgesetzt werden und an den Wänden des Eisenbahntunnels im Köckritzer Weg zu sehen sein. Wir dürfen gespannt sein.

 

Klasse ... wir haben ein neues Team

Seit 1995 gibt's in Weida ein Kinder- und Jugendparlament. Damit haben wir bestimmt eines der ältesten Interessenvertretungen dieser Art in Thüringen, wenn nicht sogar in Deutschland.

 

Alle 2 Jahre wird eine neue Mannschaft gewählt, richtig mit Wahlbenachrichtigung und so, also richtig wie bei den Erwachsenen. Klar macht‘s eine Menge Arbeit, aber Arbeit die sich lohnt. Denn zum Einem erreicht man damit alle Schüler aus Weida zwischen Klasse 5 und 18 Jahren (Keiner kann also sagen, er hätte von nix gewusst) und zum Anderem ist es toll, wenn es immer wieder gelingt, Kinder und Jugendliche zu begeistern, in ihrer Freizeit etwas für ihre Heimatstadt zu tun.

 

So auch 2014 geschehen. Nach Ablauf der Meldefrist am 14. März nutzten erfreulicher Weise von 544 wahlberechtigten „Weid'schen" 16 Jungen und Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren diese Gelegenheit, ließen sich als Kandidaten aufstellen und wollen in den nächsten 2 Jahren mithelfen, in Weida etwas zu bewegen.

 

Die angekündigten Wahlen vom 31.03. - 04.04.2014 finden nicht statt, weil sich nicht mehr Kandidaten zur Wahl gestellt haben, als Mandate zur Verfügung stehen.

 

Erfreulich, dass sich in der neuen Truppe auch „alte Hasen" aus der letzten Legislaturperiode befinden (5 an der Zahl, dann muss es ja auch Spaß gemacht haben), schade ist die „Nullnummer" im Jugendclub. Immerhin bleibt so gut ein Drittel der zu vergebenen Mandate unbesetzt. Aber naja, wer nicht will der hat schon und manchmal ist weniger auch mehr.

 

Hier nun das neue Kinder- und Jugendparlament der Stadt Weida:

Wahlbezirk 1

Gymnasium

Jannes Gabel

Bianca Grimm

Elisabeth Szlack

Paul Metzmacher

Ella Hemmann

Anna Hemmann

Chris Büttner

Pepito Wagner

Bela Kern

Wahlbezirk 2

Regelschule

Marika Benkert

Janik Kämpfer

Marcel Dienel

Nico Walther

Tom Wolf

Wahlbezirk 3

Comeniusschule

Tim Kramer

Maximilian Weißner

Wahlbezirk 4

Jugendclub

keine Kandidaten

Die konstituierende Sitzung ist für Mittwoch, dem 09.04.2014 im Sitzungssaal des Weidaer Rathauses geplant, bei der der „Staffelstab" nach 2 Jahren Amtszeit vom 10. ans 11. KJP im Beisein des Bürgermeisters der Stadt Weida weiter gegeben wird ... und der ist mächtig stolz auf seine Jugend .... Einladung folgt!

 

Leckere Plätzchen für einen guten Zweck

gebacken und verkauft haben die Jungs und Mädels vom KJP beim diesjährigen Weidaer Weihnachtsmarkt am 13.12.2014. 
Und da das Weihnachtsbasteln vom Arbeitskreis „Jugendarbeit in Weida" gleich nebenan ebenso gut lief, wie der Plätzchen-Verkauf, kamen immerhin 89 Euro und 10 Cent zusammen. Die wiederum wandern nun geradewegs in die Spendenbüchse fürs Mega-Projekt 2015, den Spielplatz „Platz der Freiheit".


Das Kinder- und Jugendparlament sagt Danke an alle großen und kleinen Plätzchen-Bäcker und wünscht allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest.

 

Pläne schmieden im Zeichen der Burg

bei der vorletzten Sitzung des KJP's in diesem Jahr. Und obwohl die jungen Leute 2014 mit dem Mega-Tunnelprojekt hinterm Friedhof und der Wahl des/r Nachwuchsbäcker/in zum Kuchenmarkt schon viel jugendlichen Schwung in die Osterburg-Stadt gebracht haben, werden diese trotz des ein oder anderen Tiefschlages (Schmierereien am Tunnel - wir berichteten) nicht müde, neue Pläne für 2015 zu schmieden.


So stehen ganz hoch im Kurs eine Facebook-Seite auf der KJP-Homepage und vor allem die Erweiterung des Spielplatzes „Platz der Freiheit". Denn trotz, gelinde gesagt „knapper Kassen", muss es ja irgendwie weiter gehen ... und wo kämen wir denn da hin, wenn schon die Jugend „die Flinte ins Korn" werfen würde?


Schließlich feiert die Institution - Kinder- und Jugendparlament der Stadt Weida - im nächsten Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum und da soll mit der Spielplatzerweiterung auch ein würdiger Rahmen geschaffen werden.

21. Weidscher Kuchenmarkt

Zum diesjährigen Kuchenmarkt war das Kinder- und Jugendparlament (KJP) der Stadt Weida erstmalig aktiv beteiligt. Zum einem mit dem KJP-Stand und zum anderen durch die Ausführung des Ersten Kinder- und Jugendbackwettbewerbs. Da wir den Erwachsenen nicht alles nachmachen wollten, haben wir unseren Wettbewerb in drei Etappen eingeteilt. Es gab also nicht nur den Jury-Entscheid, sondern auch einen Foto-Entscheid an unserem KJP-Stand, an dem sich jeder Kuchenmarktbesucher beteiligen konnte, und eine Live-Verkostung auf der Bühne durch drei Freiwillige aus dem Publikum.

Die Jury hat aus den abgegebenen Kuchen, die ihrer Meinung nach besten Drei ausgewählt. Diese Drei mussten dann den Foto-Entscheid und die Live-Verkostung durchlaufen, bis am Sonntag, dem 07.09.2014 gegen 15.45 Uhr der Sieger feststand. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und gratulieren Pascal Agbor zum vierten, Johann Hemmann zum dritten, Franziska Funk zum zweiten und Ella Hemmann zum ersten Platz. Wir hoffen, dass sich nächstes Jahr noch mehr Kinder und Jugendliche trauen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen, der auf jeden Fall eine Fortsetzung finden soll. An unserem KJP-Stand verkauften wir selbst gebackene Osterburgplätzchen, den Kuchen der Teilnehmer des Wettbewerbes sowie weiteren Kuchen zahlreicher Spender. Der Erlös des Verkaufs soll für die Neugestaltung des Spielplatzes am Platz der Freiheit eingesetzt werden. Besonders haben wir uns über die vielen Geldspenden und Unterstützungen gefreut. Vor allem möchten wir uns bei Mandy Pohland und Kristin Grundler von der M&K Physiotherapie für ihre großzügige Spende bedanken. Weiterhin ein großes Dankeschön an alle Kuchenspender.

Insgesamt hatten alle KJP-Mitglieder und freiwilligen Helfer, die beim Kuchenmarkt aktiv waren, ein schönes Wochenende, an dem jeder von ihnen um einige Erfahrungen reicher geworden ist. Hier nochmal ein großes Dankeschön an Frau Gunkel und Herrn Müller von der Stadtverwaltung und an Familie Grimm, die uns tatkräftig zur Seite standen.

 

Anna Hemmann - Kinder- und Jugendparlament

 

Trostloser Tunnel wird zu bunten Kunstwerk

Weidaer Schüler bringen unter professioneller Anleitung ihre Motive des Graffiti-Wettbewerbs an die Wand.


Weida. "Love needs to be honest" - "Liebe muss ehrlich sein" - hat Christina Wöpke ihren Entwurf genannt. Ein junger Mann und eine junge Frau küssen sich, während die Frau hinter seinem Rücken auf ihr Handy schaut. Das Bild der 15-jährigen Weidaer Dörffelgymnasiastin ist einer der Siegerentwürfe des vom Kinder- und Jugendparlament der Osterburgstadt ausgerufenen Graffitiwettbewerbs.


Die aus den Beiträgen zahlreicher Weidaer Schüler von einer Jury ausgewählten Motive werden seit Freitag und noch in den kommenden Tagen an die Wand gebracht. So soll die bisher eher trostlose Fußgängerunterführung hinter dem Weidaer Friedhof ein freundlicheres Aussehen erhalten. Nachdem die professionellen Graffiti-Künstler der Geraer Werbeagentur "Folien-Fabrik"die besten Entwürfe zusammengefügt und für die etwa 180 Quadratmeter Tunnelwand zu einem übergreifenden Bild verarbeitet hatten, dürfen unter ihrer Anleitung nun die rund 20"Schöpfer der Motive selbst ihre Ausschnitte mit der Dose an die Wand bringen. "Weltklasse", findet Mathias Bribach von der "Folien-Fabrik" die Zusammenarbeit mit den Schülern: "Wir haben uns sehr gefreut über den Einfallsreichtum, und jetzt sind alle mit Begeisterung bei der Sache." Über 500 Dosen Farbe plane man für die Umsetzung ein, sagt er.
Nachdem die Schüler fertig sind, wollen die Profis die Umrandungen noch schwarz nachziehen, um dem Ganzen einen Comic haften Charakter zu verleihen. Feierlich freigegeben werden soll das Gesamtkunstwerk kommende Woche.
"Ich habe daheim schon mal das Motiv geübt, in der Garage auf einem Bettlaken", sagt Christina Wöpke, während sie mit Bianca Grimm (15) ihren küssenden Jugendlichen Farbe verleiht. "Ich finde das wesentlich besser als illegal zu sprayen", lobt sie das Projekt.

Autor: Marcel Hilbert, Ostthüringer Zeitung