Wo ist Paul?

… der meistgefallenen Satz am vergangenen Wochenende beim Thüringer Kinder- und Jugendgremienkongress vom 14.-16.09.2018 in Weida.

 

Aber warum immer wieder diese Frage … ganz logisch … denn bei eben diesem Paul, Gymnasiast, Vorsitzender des Weidaer Jugendparlamentes, 16 Jahre alt und im wahren Leben Paul Metzmacher genannt, liefen alle Organisationsfäden zusammen. Aber was wäre Paul ohne seine Mitstreiter/innen vom KJP … nix … denn ohne diese hätte er nie und nimmer die wochenlange Vorbereitung und das Mammutprogramm von Freitag bis Sonntag „stemmen können“.

 

Bereits am Freitag gegen 15:00 Uhr rollten sie an, die „Politiker von Morgen“ aus Altenburg, dem Landkreis Sömmerda, Eichsfeld, Gera, Gotha, Greiz, Heilbad Heiligenstadt, Ilmenau, Jena, Bad Lobenstein, Saalfeld, Seebach, dem Saale-Holzland-Kreis, ja sogar aus Nordrhein-Westfalen, um sich unter dem Motto: „Austausch und Kekse, nicht nur quatschen … machen“ zur 5ten Auflage des JGK zu treffen.

 

Gesagt, getan und wie … es war einfach sensationell und es hat so riesengroßen Spaß gemacht. Die „Chemie“ zwischen 80 Teilnehmern von 10 bis 23 Jahren und deren Betreuern stimmte bereits beim Kekse backen am Freitagabend ... soviel zum kuriosen Motto – Teil 1.

 

Teil 2 – „Nicht nur quatschen … machen“ folgte an den darauffolgenden zwei Tagen. Los ging`s am Samstag mit Frühsport, wie grässlich nach einer langen Nacht. Dem folgte ein unheimlich interessanter Vortrag von Mike Fischer über „Motivation und Anscihten aus einer ganz anderen Perspektive“, bei dem man zeitweise eine Stecknadel hat fallen hören. Unmittelbar danach teilten sich die jungen Leute in vier Workshops auf. 

 

Angeboten wurden Diskussionsrunden zum Themen, wie „Inklusion, nur wie?“, „Das kleine 1x1 der Revolution“, „Demokratie!?“, ja sogar ein eigener Song zum Gremienkongress wurde komponiert … „Nicht nur quatschen … machen“ eben. Im Anschluss dessen waren sich alle Workshop-Leiter (was heißt Leiter, die Workshops liefen fast von selbst) von der Lebenshilfe Gera über „Demokratie Leben“ und Greenpeace bis hin zu Schillah (Songwriter aus Weida) einig: „Es ist unglaublich, mit welch Energie und welcher Frische die jungen Leute zu Werke gehen. Nix da von null Bock – Stimmung“. 

 

Davon konnten sich nach den Workshops bei der Vorstellung der Jugendgremien alle persönlich im Beisein der Thüringer Finanzministerin, Frau Heike Taubert überzeugen, die im Anschluss dessen Rede und Antwort zu brisanten Fragen, wie Schulgesetz und Lehrermangel, stand. Tolle Projekte wurden in „gnadenlosen 5 Minuten“ (die Uhr lief nebenan und die Schlusssirene war gefürchtet) präsentiert aber auch die ein oder anderen Probleme bei der Jugendarbeit angesprochen.

 

Den Tagesabschluss bildet ein Stadtrundgang mit Floh, unseren „Friedensrichter“ vom Weid´schen KJP in Richtung Osterburg, wo ganz „nebenbei“ 6 Bands bei „Weida rockt“ mächtig einheizten und mit zahlreichen Besuchern belohnt wurden. 

 

Schon nach diesem zweiten Tag kam es Paul, sie erinnern sich, der junge Mann, der die Fäden in der Hand hält, vor, als wären wir schon eine Woche zusammen. Wen wundert´s, bei dem Programm.

 

Doch es war lange noch nicht Schluss, denn der eigentliche Höhepunkt des Wochenendes sollte ja noch folgen. Der Sonntag startete wie immer früh am Morgen mit Aktivitäten an der Kletterwand, beim sich Ausprobieren am Protokollschreiben mittels Zeichnen (was es alles gibt), am Tischtennisautomat und in der Kartenwerkstatt. Schon sind wir wieder beim „Nicht nur quatschen …. machen“, denn mit Andrea vom Setzkasten wurden Entwürfe zum neuen Outfit der Weidaer Litfaßsäulen verfasst, die im nächsten Jahr tatsächlich realisiert werden sollen ... cool, oder … auf das Ergebnis kann man sich freuen.

 

Nun zum Highlight des Wochenendes, der von den Naturfreunde Thüringen organisierte Gründungsakt des Dachverbandes der Thüringer Kinder- und Jugendgremien im Beisein zahlreicher Prominenz, wie Volkmar Vogel (MdB), Frau Lorenz (Leiterin Referat Jugendpolitik des Freistaates), Frau Reinhardt (Landesjugendamt), Weidaer Stadträten und Bürgermeister Heinz Hopfe … und das auch noch in unserem schönen Weida. Ehre wem Ehre gebührt, schließlich sind wir ja im stolzen Alter von 23 Jahren der „Dino“ unter den Jugendgremien. Nach dem formellen Teil, dem Beschluss zur Satzung, folgte die Wahl der 5 Vorstandsmitglieder, denen beim abschließenden Drohnen-Foto zu wünschen bleibt, dass ihren Anliegen und Ideen Gehör geschenkt wird und „ein paar Etagen höher“, auf Kreis-, Land- oder Bundesebene nicht nur gequatscht, sondern auch gemacht wird.

 

In Weida wird gemacht, denn ohne die vielen Helfer im Hintergrund wäre auch Paul und sein Trupp aufgeschmissen gewesen. Nur eine kleine Liste der Helfer/innen, bei der garantiert der ein oder andere „durch die Lappen geht“. Mit von der Partie waren u.a. die unglaublich tollen Betreuer und Betreuerinnen der Jugendgremien, die Muttis und Vatis vom KJP Weida, der Bauhof und das Sportplatz-Team, die Kindervereinigung Gera, der Jugendclub, der Kreissportbund, das Landratsamt, Dominos und der Partyservice Gera, die Weidaer Schulen, Schanktechnik Precht, der Schulsozialarbeiter, Heike von der Kletterwand, Mike Reichenbächer, der Organisator von „Weida rockt“ und nicht zu vergessen, die „Schule an der Weida“, deren Direktor, Herr Franke, und seine Mitarbeiter/innen, uns immer mit einem Lächeln begegneten und die uns einfach nur so ihre Schule anvertrauten … so einfach kann „MACHEN“ sein.

 

Ohne Geld geht aber bekanntlich nix … deshalb ein riesengroßes Dankeschön ans Land Thüringen, allen voran an Frau Treyße (TMBJS), an die Volksbank Gera - Jena - Rudolstadt, Frau Förster, an die Stadt Weida für die finanzielle Unterstützung und allen voran an „Paul und seine Mannschaft“, die den Eigenanteil 14 Tage vorher mit Kuchen- und Detscherverkauf beim Kuchenmarkt erwirtschafteten. Das alles im Ehrenamt, in der Freizeit und nicht für sich selbst, sondern nur im Interesse der Stadt … Wahnsinn, oder? 

 

Da kann sich manch Erwachsener eine „Scheibe abschneiden“, denn die Jungs und Mädels vom Weidaer Kinder- und Jugendparlament und deren Freunde aus ganz Thüringen quatschen nicht nur, sie MACHEN und ganz nebenbei, den Paul haben wir immer wieder gefunden.